code red Album

The Art of Trinity

The Art of Trinity

Neues Album von code red

The Art of Trinty ist bereits das dritte Album der 5 Oberfranken. Stiltechnisch, soweit ich sowas einordnen kann bewegen sich die Jungs zwischen bullet for my vallentine und soilwork. Musikalisch ist die Scheibe sehr melodisch angelegt, es fehlt aber nicht an der nötigen Härte um dem knackwursthartem Shouter “Markus Gistl” die Butter aufs Brot zu schmieren.

Die emotionalen Freunde der Rockmusik (im positivem Sinne), wurden ausserdem mit einer durchaus gelungenen Balade bedacht die über die gängigen Heulsusen-Emo-Klischees hinaus geht. Mehr von solchen Sachen und Heulen wird vom Fleck weg gesellschaftsfähig.

Soviel erst mal zum sound, das überlasse ich dann lieber doch den Experten. Also erst mal rein in die CD-Quetsche. Mal ganz ehrlich die Glitzersternchenhose können wir getrost im Schrank lassen, sähe ja auch blöd aus wenn Dieter Bohlen beim Slayerkonzert ein Playbackgitarrensolo auf der Bühne geben würde. Was einem hier als Opener geboten wird haut einem gleich mal die Suppe aus dem Sack, dass man gleich mal weiß wo man ist. Ich habe mich anfangs sehr schwer getan ein anständiges Posing zu verwirklichen, merkte aber, dass mir ein alter Posertipp hier weiter half. Einfach auf ne Zitronenscheibe beissen und durch, verleiht einem übrigens auch die passende Mimik, aber das nur am Rande.

Die Zitronenscheibe noch im Mund, wurde ich aber eines besseren belehrt, denn um der Komplexivität von code red gerecht zu werden müsste ich mich wohl durch einen ganzen Fruchtkorb kämpfen, was angesichts meiner Fructoseintolleranz ziemlich  spaßig werden würde. Ohne eintönig oder kommerziell  zu wirken wird bei den ingesamt 11 songs jedes Rockklischee bedient. Gerade das stellt die Herausforderung, sich mit dem Material auseinander zu setzen von den Texten ganz zu schweigen, die sehr durchdacht daher kommen. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Freundin mich einige Nächte nicht mehr vom “Trampolinsofo” runter bringt, wenn doch, dann aber nur um beim Schluss von dem song “soulfinder” mir mit einem Sprung vom Sofa, bei einem Rundumschlag, quer durchs Wohnzimmer rutschend das Finish zu geben. (Video folgt in Kürze).

Alles in Allem würde ich sagen: Kaufen, einlegen, abrocken. Oder wie mein Idol Christian Ulmen alias Alexander sagen würde: “Ich habe aber auch gesagt ich würde dafür bezahlen” und das sollte man auch, denn die CD ist verdienterweise deutschlandweit im Handel zu erwerben.

Henna

Band: www.code-red.info
Anhörbeispiele: www.myspace.com/coderedpegnitz

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18.07.08 Airstuff

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